Schmuckdiebstahl in Santander

Kathedrale im historischen Kern von Santander

Der Name der Stadt Santander leitet sich von dem frühen christlichen Märtyrer Sankt Emeterius ab und die Legende besagt, dass der Kopf des Heiligen bereits im 3. Jahrhundert nach Santander verbracht worden sei. Spanien ist immer noch eine fromme Nation, und die Pilgerströme kommen regelmäßig zur Kathedrale, die zwischen 1131 und 1187 erbaut wurde, um sich die Reliquien anzusehen.

Die Detectei AS ist nun für internationale Aufträge, insbesondere im spanischen Raum, als Agencia Detective, besonders gut geeignet und unsere vielsprachigen und länderkundigen Detektive sind für komplizierte Aufklärungsarbeiten bestens ausgebildet.

Wir kamen bei folgendem Auftrag aber nicht voran, obwohl wir mit aller unserer Erfahrung und den Ortskenntnissen bestens ausgerüstet waren.

 

Worum ging es?

In Santander waren seit einiger Zeit systematische Schmuckdiebe am Werk: Es wurde in Privathäusern eingebrochen, aber auch in einigen der eleganten Schmuckläden im vornehmen Sardinero wurde trickreich gestohlen. Die zuständige Versicherungsgesellschaft wollte sicher gehen, dass keiner der von ihnen auf den Fall angesetzten Detektive in der Stadt bekannt war, deshalb holten sie uns, als Detective España, aus Darmstadt nach Spanien. Der einzige Hinweis, den uns die Versicherungsleute geben konnten, war eine ganz unbestimmte Beobachtung: Einer der möglichen Verdächtigen sollte angeblich einen Gehfehler haben, den er aber so geschickt austrainiert hatte, dass man kein Humpeln bemerkte, wenn man ihn beim Gehen beobachtete. Man sah diesen Defekt aber nur, wenn er in engen Jeans herum lief – dann konnte man angeblich erkennen, dass eines der Beine gehörig krumm gewachsen war. Wir mussten davon ausgehen, dass diese kleine Information die einzige Spur war, der man folgen konnte. Wir mussten davon ausgehen, dass die Diebe das wussten und dieses Indiz unter allen Umständen zu verbergen versuchten. Wir gingen weiterhin davon aus, dass es sich um mehrere Personen handeln musste, weil die Diebstähle manchmal zeitgleich an mehreren Stellen in der Stadt passierten. Und wir gingen davon aus, dass diese Leute in irgendwelchen Quartieren wohnten: Hotels, Pensionen oder in Privatquartieren. Wir beobachteten also die möglichen Wohnquartiere über viele Tage, aber es fiel uns niemand auf, auf den die Vermutungen und Verdächtigungen hätten passen können.

 

Einer unserer Ermittler hatte in der Zeit unserer Arbeit in Santander seinen Namenstag und da er ein frommer Mann war, ging er an diesem Tag in die große und beeindruckende alte Kathedrale, um dort eine Kerze aufzustellen. Er war ganz allein und es kamen auf einmal drei Männer in Mönchskutten aus der Sakristei, gingen mit schnellen Schritten durch die Kirche zum Ausgang und verschwanden auf der Calle de Cadiz. Natürlich war unser Mann nicht so schnell, dass er den Männern hätte nachlaufen können, aber er schlich sich zurück und betrat vorsichtig die Sakristei. Dort fand er nach einigem Suchen eindeutige Spuren, dass in einer Ecke der Sakristei mehrere Personen provisorisch übernachtet hatten. War das Trio etwa die Diebesbande? Die drei Männer in Soutane würden ja niemals auffallen, in einer so frommen Stadt wie Santander und in der Nähe der Kathedrale.

Wir trafen uns zu einer Lagebesprechung und berielten, was nun zu tun war. Unser Mann, der die drei Männer in ihren Mönchsgewändern gesehen hatte, war sicher, dass er selbst nicht gesehen worden war, denn er war ja ganz früh am Morgen in der Kathedrale gewesen und die Kirche war völlig leer zu dieser Zeit. Wir gingen nun selbst sehr konspirativ vor und konzentrierten uns auf die Kathedrale. und hatten Glück: Am Abend dieses Tages kamen drei Männer, in Soutanen gekleidet, in die Kirche und verschwanden darin. Es waren ganz offenbar „unsere“ Leute. Wir beobachteten den Haupteingang und schoben die ganze Nacht Wache. Am nächsten Morgen kamen die drei wieder heraus und wir hatten uns mit fünf ausgebildeten Detektive aufgestellt und hinderten die drei Männer daran, in ihren Kutten wegzulaufen. Es gab ein Handgemenge, aber wir hatten das Überraschungsmoment auf unserer Seite. Es gelang uns in der Rauferei, die Männer zu überwältigen und auf den Boden zu werfen und bemerkten, dass einer der drei „Mönche“ ein außerordentlich krummes Bein hatte, denn unter der Soutane trug er eng anliegende Jeans. Die benachrichtigte Polizei nahm die drei Täter in ihren Autos mit und die Verhöre der Policia Española waren effizient: Die drei Männer waren in der Tat die gesuchten Schmuckdiebe, hatten die gestohlenen Stücke raffiniert in der Kathedrale versteckt und gestanden alles.

Die Versicherung, die uns den Ermittlungsauftrag erteilt hatte, war sehr zufrieden mit unserer Arbeit und bezahlte unsere Rechnung – ohne jede Diskussion in voller Höhe.

 

FAQ

Welcher diskrete Hinweis war entscheidend für die Identifizierung der Schmuckdiebe?

Die Versicherungsgesellschaft gab den Detektiven den Hinweis auf eine körperliche Besonderheit eines Verdächtigen: Er besaß ein krumm gewachsenes Bein. Da dieser Defekt beim Gehen kaum auffiel, war er nur erkennbar, wenn der Mann eng anliegende Jeans trug, was letztlich das entscheidende Indiz bei der Überführung war.

Warum wurde eine deutsche Detektei für Ermittlungen im spanischen Santander beauftragt?

Die zuständige Versicherung wollte sicherstellen, dass die eingesetzten Ermittler in Santander völlig unbekannt waren, um die Diebesbande nicht zu warnen. Deshalb fiel die Wahl auf die Detectei AS aus Darmstadt, deren Mitarbeiter als ortskundige und mehrsprachige Experten diskret agieren konnten.

Wie kamen die Ermittler dem ungewöhnlichen Versteck der Täter auf die Spur?

Ein Detektiv beobachtete zufällig drei Männer in Mönchskutten, die frühmorgens aus der Sakristei der Kathedrale traten. Bei einer anschließenden heimlichen Untersuchung der Sakristei fand er Spuren, die darauf hindeuteten, dass dort mehrere Personen provisorisch übernachtet hatten, was das Trio verdächtig machte.

Wie verlief der Zugriff und die Festnahme der Verdächtigen?

Die Detektive postierten sich mit fünf Mann an der Kathedrale und fingen die drei vermeintlichen Mönche beim Verlassen des Gebäudes ab. Nach einem Handgemenge wurden die Männer überwältigt, wobei sich bestätigte, dass einer der Täter unter seiner Kutte eng anliegende Jeans trug, die sein krummes Bein offenbarten.

Wo hatten die Diebe ihre Beute zwischengelagert?

Die drei Täter nutzten die Kathedrale von Santander nicht nur als geheimes Schlafquartier, sondern auch als Depot für ihre Diebeszüge. Wie die Polizei nach den effizienten Verhören feststellte, hatten die Männer die gestohlenen Schmuckstücke raffiniert innerhalb des Kirchengebäudes versteckt.